Alfa Romeo passte jüngst das Design von Giulia und Stelvio dem neuen Tonale an. Markantestes Merkmal sind die Frontscheinwerfer mit ihren drei Modulen für adaptives Voll-LED-Matrix-Fahrlicht, Tagfahrlicht und Blinker.

Zudem wurde auch gleich das Cockpit digitalisiert und die Konnektivität optimiert. Software-Updates funktionieren jetzt „Over the Air“. Ebenfalls neu ist der Service „My Remote“. Damit lassen sich bestimmte Funktionen aus der Ferne per Smartphone oder Smartwatch steuern. Also alles ziemlich neumodern bei Alfa Romeo. Was gottseidank blieb, ist der Grundcharakter.

Die neue Giulia steht ab sofort ausschließlich mit Allradantrieb sowie 2,0-Liter-Motoren zur Verfügung. Der von uns gefahrene Benziner leistet 280 PS und der parallel angebotene Diesel mit 210 PS. Schön, dass Alfa auch noch einen Selbstzünder im Programm hat.

Unser Testwagen trug stolz die Ausstattung “Veloce”. Übersetzt ins Deutsche heißt das nichts anderes als “Schnell”. Und genau diese Schnelligkeit strahlt der Alfa auch unverhohlen aus. Traditionell in Roten Lack gehüllt, steht unsere Test-Giulia aufreizend auf ihren feinziselierten 19-Zoll Felgen. Vor allem ihr knackiges Hinterteil mit den beiden Auspuffrohren rechts und links – dazwischen ein dezenter Diffusor – ist den Italienern extrem gelungen.

Perfekt darauf abgestimmt das Interieur. Die mit schwarzem Leder bezogenen Sportsitze sehen nicht nur dynamisch aus, sie sorgen auch für besten Halt und absoluten Langstreckenkomfort. Ebenso gelungen, das ideal dimensionierte Lenkrad mit integriertem Startknopf. Dahinter die typischen röhrenförmigen Armaturen – wie gesagt jetzt zart digitalisiert, vom Layout aber erfrischend oldschool.

Der Motor startet mit verhaltenem Sound. Die Giulia gehört nicht zu den Blendern in Sachen Akustik – den Auspuffsound hört man hauptsächlich von außen. Da wird nichts künstlich ins Innere übertragen oder gar per Lautsprecher übertragen. Die anliegenden 280 PS strömen druckvoll an, sie werden von einem fein schaltenden Achtgang-Automatikgetriebe filetiert.

Anders als bei anderen Herstellern greift man hier noch gerne manuell zu den riesigen, fix montierten Alupaddles hinterm Lenkrad. Erstens funktioniert die Schalterei verzögerungsfrei gut und außerdem ist das haptische Erlebnis einfach phänomenal, wenn man an der Wippe zieht und dieses zarte Klicken hört und spürt.

Der Wagen liegt perfekt ausbalanciert auf der Straße, man zieht sich jede Kurve mit Lust rein – die direkte Lenkung arbeitet da perfekt dazu. Trotz der gebotenen Sportlichkeit bleibt aber der Komfort nicht auf der Strecke.

Fazit

Der Alfa Romeo Giulia sollte eigentlich unter Artenschutz gestellt werden. Der Wagen sieht einfach hinreißend gut aus und er ist kein Blender. Wer auch nur einen Tropfen Benzin im Blut hat, der wird dieses Auto lieben.

Daten Alfa Romeo Giulia Veloce 2,0 16V 280 Q4 AT8
Motor: 4-Zylinder Turbo
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 280 PS
Drehmoment: 400 Nm / 2250 U/min
0-100 km/h: 5,2 Sekunden
Vmax: 240 km/h
Testverbrauch: 9,3 Liter Super
Preis: ab EUR 67.930,-

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