Opel hat für jeden Geschmack den passenden Astra im Programm. Wer einen Plug-in-Hybrid will bekommt einen, in Kürze startet auch eine vollelektrische Variante in den Markt. Und wer Dieselfahren möchte, der ordert einfach den Selbstzünder. Diesen hatten wir jetzt im Testfuhrpark.

Mit der neuen Formensprache hat sich Opels Traditions-Bestseller weit nach vorn geschoben. Seine Frontpartie ähnelt dem knackigen Mokka, die Bügelfalte auf der Motohaube gibt ihm optischen Schwung. Hinter dem Golf braucht er sich definitiv nicht zu verstecken. Mehr noch – in der von uns getesteten GS Ausführung, vor allem ganz in Schwarz gehalten, wirkt er extrem sportlich – von vorne gesehen fast ein wenig wie ein Chevy Camaro.

Auch der Innenraum hält da voll mit. Der Astra bietet zumindest auf den vorderen Plätzen überdurchschnittlich viel Platz – das schlank designte Armaturenbrett mit wenigen aber doch vorhandenen Schaltern und Reglern, passt da hervorragend dazu. In der Handhabung schlägt er seinen direkten Konkurrenten aus Wolfsburg deutlich.

Von den klassischen Rundinstrumenten hat sich der neue Astra verabschiedet, auf dem Monitor hinter dem Lenkrad wird alles digital angezeigt. Fast nahtlos daran anschließend, sanft dem Fahrer zugeneigt, der zweite Monitor. Darauf lassen sich die wesentlichen Funktionen zusätzlich zu den Schaltern am Lenkrad ansteuern. Darunter befinden sich die oben angeführten haptischen Schalter. Unser herzlicher Dank an Opel dafür.

Ebenso traditionell gut zeigen sich die Sitze. Diese tragen wie üblich das AGR-Symbol (Aktion Gesunder Rücken). Dementsprechend schnell ist die passende Sitzposition gefunden. Langstrecken sowie kurvige Strecken sind dank guter Konturierung ebenso eine Freude. Im Fond geht es etwas enger zu, in diesem Segment ist man halt von der Gnade der Vornesitzenden abhängig. Reichlich Platz gibt’s dafür im Kofferraum. 422 bis 1559 Liter passen rein.

Der Diesel-Astra ist kein Sprinter sondern eher auf der Langstrecke zuhause.

Der lediglich 1500 ccm kleine Dieselmotor liefert 300 Newtonmeter Drehmomentspitze bei 1750 Umdrehungen sowie 130 PS. Die Fahrleistungen sind in Ordnung, für den Großteil der Interessierten wird das völlig ausreichend sein – wer mehr möchte findet im Astra-Portfolio auch deutlich stärkere Varianten. So motorisiert knackt der Opel die Hundertergrenze in 10,6 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei respektablen 209 km/h.

Sehr gut gefallen hat uns das serienmäßige Automatikgetriebe. Es arbeitet recht homogen mit der laufruhigen Diesel-Maschine zusammen. Der größte Vorteil des Astra Diesel ist seine hohe Effizienz – wir erzielten einen Testwert von durchschnittlich rund fünf Litern pro hundert Kilometern – eine Reichweite von über tausend Kilometern ist somit drinnen.

Fahrdynamisch lässt sich der Opel kaum aus der Spur bringen, er umrundet Kurven sicher und unaufgeregt. Die Lenkung spielt dank präziser Rückmeldung ebenso, wie die standfesten Bremsen gut mit. Wählt man die GS Ausstattung liegt der Opel eine Spur straffer auf der Straße. Dafür werden aber auch die Kurven etwas lustiger konsumiert. Wer ultimativen Komfort sucht, der sollte vielleicht mal bei Konzernbruder Citroen anklopfen.

Schlussendlich überzeugte uns der Opel mit der Summe seiner Eigenschaften. Super Ausstattung und gute Fahreigenschaften sowie ein äußerst sparsamer Verbrauch machen ihn zu einer echten Empfehlung für Leute, die dem Verbrennungsmotor noch nicht abgeneigt sind. Allen anderen sei die rein elektrische Variante des Astra ans Herz gelegt, die im Lauf dieses Jahres erscheinen wird.

Daten Opel Astra 1,5 Diesel GS
Motor: Vierzylinder-TurboDiesel
Hubraum: 1498 ccm
Leistung: 130 PS)
Drehmoment: 300 Nm bei 1750 U/min
Vmax: 209 km/h
0 auf 100 km/h: 10,6 Sek.
Testverbrauch: 5,1 Liter
Preis: ab 38.109 Euro

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