BMW hat die vollelektrische Variante des X3 weiter verfeinert. Wir haben ihn in einem Kurztest ausprobiert.

Im Zuge des letzten Facelifts der X3-Reihe hat auch der elektrisch betriebene BMW iX3 optisch gewonnen. Auch er trägt die neuen etwas schmäleren Lichteinheiten vorne – wer möchte ordert das phänomenale Laser Light – das macht nicht nur die Nacht zum Tag, es passt auch optisch mit seinen blauen Elementen perfekt zum BMW iX3.

Wählt man die „Impressive“-Ausstattungsvariante erhält man genau jene optische Dynamik, die BMW Fans so schätzen.

Unser Testwagen wirkte dank der dunkelgrauen Lackierung und der feschen 20-Zoll Bereifung wie ein Muskel auf Rädern, was er dann in Fahrt auch zusätzlich unterstrichen hat.

Wie bei BMW üblich darf man aus verschiedenen Fahrmodi auswählen – dabei ist der COMFORT-Modus am Ausgewogensten. Die adaptive Federung passt sich dem smoothen Charakter des Elektroantriebs an – ohne jedoch die Dynamik komplett hintanzuhalten. SPORT verhärtet das Fahrwerk und macht das SUV spitzer in der “Gas”-Annahme. Außerdem darf man dann Hans Zimmers Kunstsound lauschen, der “hööööhhhhmmmm” macht. Es soll Leute geben, denen sowas taugt … Schaltet man Hans Zimmer weg, geht´s weitgehend lautlos dahin – da merkt man die tolle Verarbeitung und Geräuschdämmung.

Im SPORT-Modus hat man natürlich auch den meisten Fahrspaß, so beschleunigt der 286 PS starke BMW iX3 dann in flotten 6,8 Sekunden auf Hundert. Den Hinterrad-Antrieb – Allrad gibt es keinen – haben die Münchner super abgestimmt – bei unserer Testfahrt herrschten herbstliche Temperaturen und nasse Straßen, trotzdem gab es niemals Grip-Probleme. Kurvenfahren kann auch dieser BMW perfekt. Ob´s auf Schnee auch so souverän vorwärts geht, bezweifeln wir eher – da wird wohl so manchem ein ordentlicher Allradantrieb fehlen.

Auch innen blaue Akzente. Ansonsten feinster Luxus, wie man das von BMW gewöhnt ist, wenn man sich beim Konfigurieren nicht allzu zurück hält. Im Falle unseres Testwagens noch zusätzlich Dynamik pur in Form von Sportsitzen und -lenkrad.

Effizienz war schon immer die Stärke von BMW – das ist auch beim Elektroantrieb nicht anders.

Unser Durchschnittsverbrauch lag bei rund 20 kWh – ein für ein Auto dieser Größe hervorragender Wert. Damit ist auch der Grundstein für gute Reichweiten gelegt – rund 400 Kilometer sollten im BMW iX3 drinnen sein. Dann muss der brutto 80 kWh fassende Hochleistungsakku wieder an die Dose. Diese darf bis zu 150 kW liefern – 80 Prozent Ladung ist somit in gut 35 Minuten wieder erreicht. Der BMW iX3 rekuperiert übrigens adaptiv – das funktioniert ausgesprochen gut und erspart einem das händische Anpassen der Bremsenergierückgewinnung.

Unterm Strich

Wer einen elektrisch angetriebenen BMW fahren möchte, muss nicht zwangsläufig zum teuren iX greifen. Der BMW iX3 fährt super, hat jede Menge Platz und sieht auch noch toll aus – einziges Manko: Man muss auf Allrad verzichten können. Außerdem punktet er bei der Preisgestaltung: Ab 59.990,- steht er in der Preisliste und ist somit nicht teurer als sein 190-PS-Dieselbruder.

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