Wer an SUV und Premium denkt, der denkt wahrscheinlich auch an den BMW X3. Wir sind die neueste Ausbaustufe gefahren.

Das aktuelle Facelift des BMW X3 war intensiverer Natur und fällt auch optisch auf. Flachere Scheinwerfer, eine einteilige Niere und die komplett neu gestalteten Rücklichter machen die neue Generation auch für BMW Laien auf Anhieb erkennbar. Unser Testwagen war ein typisches Pressefahrzeug mit allem erdenklichen M-Attributen – diese verstärken den tollen Auftritt natürlich noch immens.

M Brooklyn Grau muss man mögen. Die einen lieben sie, die anderen sprechen hämisch von “Grundierung”.
Fakt ist: Helle Grautöne liegen voll im Trend.

#eslebedasauto

Innen erkennt man den neuen X3 am serienmäßigen 10,25 Zoll Display, der neu gestalteten Mittelkonsole mit Bedieninsel, Controller, Motorstartknopf und überarbeiteten Fahrerlebnis-Schaltern. Der Fahrstufenwählhebel ist handlicher geworden, das damit verbundene serienmäßige 8-Gang Steptronic-Getriebe nach wie vor Benchmark in Sachen Präzision und Schaltgenauigkeit. Ebenso serienmäßig gibt´s in der neuen Generation xDrive Allrad.

Unser BMW X3 xDrive20d Testwagen verfügt über das motorische Filetstück aus dem BMW Motorenwerk Steyr – den 2-Liter Turbodiesel mit 190 PS.

Der Vierzylinder wurde im Laufe der Zeit zu einem echten Jahrhunderttriebwerk hochgeschraubt. Wie dieser Motor alleine schon akustisch ans Werk geht ist phänomenal – Dieselsound gibt es wirklich nur mehr unmittelbar nach dem Starten bei Minusgraden. Danach lässt das Triebwerk kaum noch was von sich hören. Das liegt auch an der tollen Dämmung und ebenso an der Tatsache, dass sich der Motor während der Fahrt teilweise abschaltet sodass der X3 ohne direkten Antrieb segelnd Land gewinnt. Nicht nur einmal fragten verblüffte Beifahrer, ob wir in einem Elektroauto unterwegs wären – so leise fährt sich der BMW.

Dazu passend zelebriert das Auto perfekt die bekannte Freude am Fahren.

Egal ob sportlich oder gemütlich – der BMW X3 kann beides perfekt, rollt fein ab und lässt sich auch super-präzise durch Kurven zirkeln. Die Spreizung ist jedenfalls enorm – da gibt´s im Segment kaum echte Gegner, die da noch mitkönnen. Jegliche Fahrmanöver machen so richtig Spaß, da gibt es einfach nichts zu bekritteln.

Wenn man dann noch in einem auf 92.000 Euro hochkonfigurierten Luxus-Bayern sitzt, dann ist das natürlich doppelt und dreifach so schön. Die Karamell-braunen M-Ledersportsitze sind sowohl bequem als bei Bedarf auch packend. Das fette M-Sportlenkrad liegt perfekt in den Händen und lässt sich bei Bedarf auch beheizen – der Knopf dafür liegt dort, wo man ihn sucht – auf der unteren Lenkradspeiche. Die gesamte Armaturenlandschaft ist fast schon ein Gesamtkunstwerk aus Carbon, Aluminium, Leder und hochwertigen Kunststoffen – mehr Premium und eine höhere Verarbeitungsqualität geht fast nimmer.

Es ist unglaublich, was man alles an nötigen und teilweise auch unnötigen Features in ein Auto packen kann. Von der extrem hochauflösenden Einparkhilfe mit allen möglichen Kameras über die volle Infotainment-Klaviatur bis hin zur Dashcam – im Testwagen war so ziemlich alles verbaut. Und wenn man es dann auch noch so perfekt bedienen kann, wie im BMW X3, dann ist das noch unglaublicher.

Klar, man muss sich anfangs mit seinem X3 schon ein wenig befassen, die persönlich wichtigsten Einstellungen und Funktionen erlernen, aber BMW ist es trotzdem gelungen das System durchschaubar und höchst logisch aufzubauen. Außerdem darf man noch echte Knöpfe drehen und Schalter drücken – was ja heutzutage auch nicht mehr so üblich ist, in Zeiten von Touchpad und Touchscreen. Alleine der dicke Controller auf der Mittelkonsole ist Gold wert – echte Freaks werden aber auch mit der Gestenbedienung oder Spracheingabe ihre Gaudi haben.

Unser Fazit

Tja, die 92.000 Euro des BMW X3 xDrive20d sind schon eine Ansage. Dennoch muss man sagen, dass man um diese Mörder-Kohle auch ein extrem edles und qualitativ perfektes Auto bekommt. Natürlich ginge es auch ohne M-Sportpaket, Panorama-Schiebedach und Vollledersitze – aber seien wir uns ehrlich, wer dieses Auto ins Auge fasst, der wird wohl auch beim Konfigurieren das eine oder andere Extra ankreuzen.

Blau steht für Laserlicht – besser lassen sich Nachfahrten derzeit kaum meistern.

Daten Fakten BMW X3 xDrive20d
Motor: 2-Liter 4-Zylinder Turbodiesel
Leistung: 190 PS
0-100 km/h: 7,9 Sekunden
Testverbrauch: 7,4 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab 57.900 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like

Schweben ist Programm

Der Citroen C5 Aircross setzt sich genau in die Mitte der Modellpalette der Franzosen und repräsentiert das ideale Familienauto.

JOHN COOPER. Bruder des Krawalls.

Wir durften die Neuauflage der legendären Mini John Cooper Works Serie testen…

Peugeots Rezept gegen Stau

Wir haben uns mit dem Tweet 200 und dem Pulsion 125 zwei Scooter aus dem Peugeot Motorroller Programm für einen Test organisiert.

Ford Mustang Mach-E GT – scheinbar unscheinbar

Ein wenig mehr optische Brachialität hätte sich der Mustang Mach-E GT schon verdient. Ausgestellte Backen zum Beispiel.