Nach fast fünf Jahren und 260.000 produzierten Exemplaren hat Citroën kürzlich eine Neuauflage des C5 Aircross auf den Markt gebracht und wir sind die Topversion gefahren.

Die Grenzen eines üblichen Facelifts wurden bei dieser Aktion deutlich überschritten. Die kurvigen Formen des bisherigen C5 Aircross sind dabei von einer glatteren Linienführung ersetzt worden, auch die völlig neue Frontpartie wirkt nun optisch breiter und viel ernsthafter.

Das neu gestaltete Markenlogo und die V-förmige LED-Signatur des Tagfahrlichts sind wesentliche Elemente der neuen Front. Beim Heck sind die Änderungen nicht sofort sichtbar, das neue Lichtdesign der Heckleuchten ist da am auffälligsten. Zudem spendierte Citroen dem C5 Aircross neue Leichtmetallräder sowie Lackfarben.

Im Innenraum wurde nur peripher überarbeitet – er ist nach wie vor geschmackvoll und qualitativ hochwertig eingerichtet. Herausragend sind die bequemen “Citroën Advance Comfort”-Sitze, die perfekt zum komfortablen Charakter des Fahrzeugs passen. Obwohl man gefühlt darin ein Stück weit versinkt, bieten sie dennoch guten Halt und ordentliche Stütze auch für längere Fahrten. Neben der Sitzheizung verfügen die Vordersitze noch über eine Massagefunktion.

Wie im Stellantis-Konzern üblich, werden auch im neuen C5 Aircross die Automatikstufen des EAT8-Getriebes per minimalistischem Schalter auf der Mittelkonsole gewählt. Dadurch wirkt deren Gestaltung aufgeräumt und übersichtlich. Die Bedienung der Infotainment-Funktionen und der Klimaanlage läuft über einen zehn Zoll großen Touchscreen ab – wichtige Funktionen sind auf analoge Schalter ausgelagert.

Unser Testwagen ist das Spitzenmodell der Reihe, Er wird von einem Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 225 PS angetrieben. Geschaltet wird per 8-Gang Automatik.

Diese Motorisierung sorgt für leise und souveräne Fortbewegung, wie üblich kommt es aber auch hier auf den Ladefleiß des Besitzers an, wie effizient, kräftig oder leise es dann wirklich wird. Ohne volle Batterie und dementsprechend fehlender E-Unterstützung verbraucht der Verbrenner klarerweise mehr Sprit, werkt bemühter und wird dadurch auch hörbarer.

Mit vollem Akku wiederum wird die Fortbewegung spielerischer, leiser und vor allem auch sparsamer. Rein elektrisch geht´s dann durchaus fast 50 Kilometer weit – sehr gut funktioniert auch der Hybrid-Modus, wo Verbrenner und E-Maschine dann fein verschliffen Hand in Hand arbeiten und gemeinsam die volle Systemleistung generieren.

Wie oben schon erwähnt schwebt man dann auch in diesem Citroen wie auf Wolken dahin und genießt die Fahrt. Es gäbe da noch einen “Sport”-Modus, nur der passt einfach so gar nicht in den Citroen C5 Aircross. Warum den die Franzosen überhaupt eingebaut hat, ist uns ein Rätsel. Überhaupt funktioniert das Fahrwerk perfekt abgestimmt – es filtert so ziemlich alles gut weg, lässt aber dann auch nicht in der Kurve aus, wird also nie schwammig. Das haben die Franzosen wirklich toll hinbekommen.

Fazit

Der Citroen C5 Aircross wurde im Zuge der Überarbeitung zumindest optisch fast zu einem neuen Fahrzeug. Technisch blieb allerdings vieles beim Alten, was ja kein Fehler ist. Ob es die teure Plug-in-Hybrid Variante mit 225 PS sein muss, sollte man selbst entscheiden. Fakt ist, dass dieses Fahrzeug auch mit schwächeren Motoren sehr gut und vor allem deutlich preiswerter funktioniert. Vor allem die angepeilte Zielgruppe – Familien mit Platzbedarf und ohne Riesen-Budget – wird wohl eher ein, zwei Stufen niedriger zuschlagen und auch mit den reinen Verbrennervarianten des Citroen C5 Aircross glücklich werden.

Die Preise

Der getestete Citroen C5 Aircross Shine Pack Plug-in-Hybrid 225 e-EAT8 steht ab EUR 50.440,- im Preisblatt. Los geht´s beim C5 Aircross mit EUR 33.350,- (Live Pack Pure Tech 130 manuell).

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