Obwohl jeder weiß, dass eine perfekt strömungsgünstige Linienführung gerade bei Elektroautos wichtig ist, werden die e-SUV immer mehr. Hyundai lässt das unbeeindruckt: Der Ioniq 6 flutscht dank einem cw-Wert von 0,21 nur so durch den Wind.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Man erhält erstens ein extrem leises Auto und zweitens profitiert auch die Reichweite beträchtlich davon, so lange man nicht das grosszügige Dachfenster in unserem Testwagen öffnet.

Der Hyundai Ioniq 6 – „Word Car of the Year 2023“ – sticht mit seiner Stromlinienform deutlich aus dem Design-Allerlei der Elektro-SUV hervor und zeigt auch, welche Möglichkeiten der Elektroantrieb bietet. Da wäre zum einen der fast drei Meter große Radstand, damit erreicht der Ioniq 6 extrem großzügige Platzverhältnisse für seine Passagiere. Lediglich der Kofferraum könnte ein wenig größer ausfallen. Hier muss man zu viert auf Reisen gut planen und packen. Weiters wäre da der vollkommen flache Boden, auch er schafft ein angenehmes Raumgefühl.

Der Fahrer blickt auf ein digitales Kombiinstrument für die Fahrdaten sowie ein 12,3 Zoll großes Display für das Infotainment. Diese Einheiten kennen wir schon vom Hyundai Ioniq 5. Damit man sich so richtig wohlfühlt, darf man sich die Ambientebeleuchtung in sage und schreibe 64 Farbkombinationen gestalten.

Die Antriebspalette für den Hyundai Ioniq 6 startet mit einem moderaten 151 PS starken Elektromotor im Heck, inklusive 53-kWh-Akku und einer WLTP-Reichweite von bis zu 429 Kilometern. Die zweite Heckantriebsvariante mit 77,4 kWh großer Batterie leistet 229 PS und kommt maximal 614 Kilometer weit. Das Topmodell hat Allradantrieb, 325 PS und ebenfalls den 77,4 kWh starken Akku, die Reichweite liegt laut Hyundai bei 519 Kilometern. Wir hatten die goldene Mitte im Testfuhrpark.

Dank 800-Volt-Technik soll der Ioniq 6 in nur 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufgeladen sein. Sofern man eine derartig leistungsfähige Ladesäule findet.

Dank des ordentlichen Drehmoments fährt sich der Hyundai Ioniq 6 souverän und kraftvoll. Wer möchte switcht in den Sportmodus, dieser wird seinem Namen durchaus gerecht. Dass dadurch aber auch jede Menge Reichweiten-Kilometer flöten gehen, sollte einem klar sein. Die Stufe „Normal“ erweist sich wie so oft als die optimale Einstellung. Auf unserer Testfahrt im gemischten Bereich meldete der Bordcomputer einen Verbrauch von 16 kWh. Da sieht man schon deutlich, wie gut sich die tolle Aerodynamik auf den Verbrauch auswirkt.

Herausragend ist, wie oben schon erwähnt, der extrem niedrige Geräuschpegel im Hyundai Ioniq 6. Vor allem die weitgehend fehlenden Windgeräusche machen sich positiv bemerkbar. Aber auch das Abrollen der Reifen wurde ordentlich weggedämmt.

Die Limousine kommt mit weiterentwickelten Assistenzsystemen zu den Kunden. Dazu gehört unter anderem der erweiterte Autobahnassistent 2.0 und die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go – diese lernt das Fahrverhalten des Fahrers und nutzt es bei der automatischen Abstands- und Temporegelung. Gegen Aufpreis übernehmen digitale Spiegel den Rückblick und projizieren die Verkehrssituation auf zwei ergonomisch günstig platzierte Monitore – davon profitiert zwar der cw-Wert, dennoch können wir auf dieses Feature verzichten.



Die Nummer Sechs ist für Hyundai ein wichtiger Schritt in Sachen Modellplanung. Bis zum Jahr 2035 will die Marke in Europa klimaneutral sein. Bereits 2026 sollen alle angebotenen Fahrzeuge auch mit einem alternativen Antrieb ausgestattet sein.

Die Preisliste für das bereits sehr gut ausgestattete Basismodell beginnt bei 48.490 €. Für das Topmodell mit Allradantrieb wechseln 62.090 € den Besitzer. Unser Testwagen steht ab 59.090 € in der Liste.

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