Als der Nissan Qashqai das Licht der Welt erblickte, war der Begriff “Crossover” im Automobilbereich noch weitgehend unbekannt.

Nissan zeigte damals Mut, platzierte das SUV direkt gegen Kapazunder wie Golf, Astra und Co. und hatte auf Anhieb Erfolg damit. Die Wartezeiten auf die erste Generation waren jedenfalls lang. Unlängst wurde die dritte Generation gestartet – und auch sie hat wieder das Zeug zum Verkaufsschlager.

Natürlich ist der Neue um einiges größer ausgefallen als die Erstausführung. Dennoch haben es die Japaner geschafft, die Linien der ersten Generation weiter zu führen. Der Fünftürer ist nach wie vor angenehm schlank gezeichnet, ohne dabei kraftlos zu wirken. Die Front trägt das moderne Nissan-Gesicht mit den auffällig gepfeilten Scheinwerfern. Gekonnt platzierte Kanten verleihen dem Quasqai optische Schärfe. Insgesamt wirkt das SUV austrainiert und dank der am Testwagen monierten 19-Zöller sportlich.

Auch innen erfreut man sich an neuen Linien. Das Cockpit ist modern gestyled – die Bedienung blieb aber dank der geschickten Kombi aus Touchscreen und haptischen Schaltern erfrischend unkompliziert. Wie heutzutage üblich blickt man als Fahrer auf ein digitales, auf Wunsch vielfach konfigurierbares Kombiinstrument. Daneben thront der 9-Zoll Touchscreen – die Bedienung des Infotainmentsystems geht nach kurzer Beschäftigung damit relativ easy von der Hand. Darunter hat Nissan dankenswerterweise die Klimatisierung mittels normaler Knöpfe ausgelagert.

Sehr praktisch ist die vertikale Kofferraumunterteilung – sie verhindert lästiges Herumgerutsche des Ladeguts.

Als echten Mehrwert bietet Nissan für die Qashqai auch eine – gerade für Österreich interessante – Allradoption an. Wer sich für diese Variante entscheidet erhält als Motorisierung einen 158 PS starken Vierzylinder Benziner mit Mild-Hybrid-Unterstützung. Dieser treibt das SUV ausreichend kraftvoll und auch effizient (Testschnitt: 7,6 Liter / 100 km) an, außerdem hat Nissan das Kunststück zuwege gebracht ein wirklich tolles CVT-Getriebe zu bauen. Anders als gewohnt, funktioniert das xTronic-Getriebe ohne das extreme Hochdrehen des Motors bei beherzteren Gasbefehlen. Der Grund dafür sind künstliche Schaltstufen, die der Automatik einen sehr angenehmen Charakter verleihen.

Wie heutzutage üblich darf man auch im Nissan Qashqai aus mehreren Fahrmodi auswählen. Bei der Allradvariante gibt es neben Sport, Normal und Eco noch Snow und Offroad. Wobei letzteres nicht bedeutet, dass der Qashqai auch wirklich ins Gelände mag – da fehlt ihm definitiv die Bodenfreiheit. Was er allerdings perfekt kann, ist Komfort.

Die Laufruhe im Nissan Qashqai ist überragend. Das Fahrwerk wurde richtig gut abgestimmt, schluckt so ziemlich alles, was so Fahrbelags-mäßig anliegt und auch der Motor hält sich stets akustisch angenehm im Hintergrund. Dadurch ergibt sich eine tolle Landstreckenqualität, die auch noch von den bequemen Sitzen unterstützt wird. Einziger kleiner Nachteil: Durch den geringen Geräuschpegel hört man auch unliebsame Geräusche deutlicher – in unserem Fall ziemlich nerviges Knarzen im Bereich der A-Säule.

Fazit

Auch in seiner 3. Generation enttäuscht der Nissan Qashqai nicht. Vor allem in der Allradversion macht das Auto so richtig Laune – besonders gut gefallen hat uns die tolle Bedienbarkeit und die enorm gute Langstreckentauglichkeit.

Daten Fakten Nissan Qashqai 1,3 DIG-T 4×4 xTronic Teckna +
Motor: 4-Zylinder Benziner
Hubraum: 1.332 ccm
Leistung: 158 PS
Drehmoment: 270 Nm ab 1.800 Umin
Testverbrauch: 7,6 Liter / 100 km
Vmax: 198 km/h
0-100 km/h: 9,9 Sekunden
Preis: ab 30.028 Euro
Testwagenpreis: 49.340 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like

Spielverderber

Wenn der Fahrspaß am Größten ist, geht dem Mini Cooper SE leider meistens die Reichweite aus.

WRC für jedermann.

Ein Hauch von World-Rallye-Car in der eigenen Garage gefällig? Dann sollte man sich einmal den Hyundai i20 N näher ansehen.

Handwerkers Silberpfeil

Der Mercedes Benz Citan bietet ganz viel Platz und Professionalität aber auch jede Menge Mercedes-Flair für Maler, Installateure & Co.

Premium ist keine Frage der Größe

Wie bei DS üblich ist auch der DS 3 Crossback ein unverwechselbares Auto – das liegt auch am eigenständigen Karosseriedesign, welches man in dieser Art sicher noch nirgendwo anders gesehen hat