Dass der Opel Crossland noch aus der Vor-PSA Ära von Opel stammt, ist ihm eigentlich nicht anzusehen.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr ein neuer Kühlergrill ein Auto verändern kann. So geschehen jüngst beim Opel Crossland. Dem hat Opel einfach das neue Markengesicht namens “Vizor” und alleine dadurch jugendliche Frische verpasst.

Der “Vizor” vereint die Scheinwerfer und den Kühlergrill in einem schmalen Chromrahmen – wobei der Kühlergrill jetzt eine schwarz glänzende Fläche mit Opel-Logo vorne drauf ist. Kühlluft holt sich der Wagen über die Öffnung am Stoßfänger.

Der Opel Crossland ist rund vierzehn Zentimeter länger und zehn Zentimeter höher als eine Astra-Limousine der letzten Generation.

Opel hat die Rückleuchten abgedunkelt, besonders gefallen hat uns die Zweifarblackierung der getesteten Ultimate-Ausstattung, die vor allem mit knallig-rotem Lack, schwarzem Dach und silbernen Akzenten richtig frisch rüber kommt. Auch wenn der Unterfahrschutz an Bug und Heck aus Plastik ist, passt auch er richtig gut ins Bild. Trotz guter Bodenfreiheit wird sich wohl kaum ein Opel Crossland ins Gelände verirren. Angetrieben werden außerdem bei allen Versionen ausschließlich die Vorderräder.

Erfreulich variabler Kofferraum

Innen gibt es, wie von Opel gewohnt, ergonomisch korrekte, mit feinem Alcantara bezogene Sitze mit AGR-Gütesiegel und ein gut strukturiertes Armaturenbrett. In den Fond gelangt man durch weit öffnende Türen, die geteilte Rückbank lässt sich in Längsrichtung um 15 Zentimeter verschieben. Das erlaubt eine flexible Anpassung des Kofferraumvolumens oder mehr Knieraum für die Hintensitzenden. Der Kofferraum bietet mindestens 410 Liter bei ganz nach hinten geschobener Rückbank. Das maximale Transportvolumen von 1255 Litern wird erreicht, wenn man die Rücksitze umklappt.

Durch die feinen Platzverhältnissen avanciert der Opel zum praktischen, weil variablen Familienauto aber auch ältere Semester werden ihren Gefallen an diesem Fahrzeug finden. Hoch sitzen und auch die friktionsfreie Bedienung des Crosslands werden für diese wichtige Zielgruppe wahrscheinlich die schlagenden Argumente sein. Dazu passt auch der Antrieb. Der getestete 130 PS starke Vierzylinder-Benziner harmoniert gut mit dem eher gemütlich schaltenden 6-Gang-Automatikgetriebe – wenn man es nicht allzu eilig hat, ist das die perfekte Motorisierung. Auch der Verbrauch enttäuscht mit einem Testschnitt von rund sieben Litern pro 100 Kilometer nicht.

Gelungener Feinschliff am Fahrwerk

Der Crossland ist zwar kein Komfortwunder, dennoch erfreut er mit guter Agilität und feinem Einlenkverhalten. Vollbesetzt ändert sich das Bild dann und der Crossland wird richtig komfortabel – er wächst also mit seinen Aufgaben.

Fazit

Der Opel Crossland ist ein Multitalent ohne Allüren und aufgrund der umfangreichen Ausstattung auch als Spitzenversion keinesfalls überteuert. Mit seinem guten Raumangebot und der neuen Optik wird er sowohl jungen Familien, wie auch älteren Semestern gefallen.

Daten Fakten Opel Crossland Ultimate 1.2 Direct Injection Automatik
Motor: 4-Zylinder-Turbo-Benziner
Hubraum: 1199 ccm
Leistung: 130 PS
Drehmoment: 230 Nm
0 – 100 km/h: 9,9 Sekunden
Vmax: 201 km/h
Testverbrauch: 7,1 Liter Super
Preis: ab EUR 30.199,-

Ausstattung Ultimate (Auszug)
17″ Leichtmetallfelgen 4-Doppelspeichen-Design, Machine finished, schwarz, Zwei-Zonen-Klimatisierungsautomatik, Alcantara, Suede/Vinyl, Schwarz, Multimedia Navi Pro, Schlüsselloses Schließ- und Startsystem Keyless Open, Dach in Schwarz, Dach-Designlinie in Chrom, Nebelscheinwerfer vorn

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