In der Übergangszeit, also zum Beispiel zwischen Frühling und Sommer leben E-Mobilfahrer so richtig auf. Auch der vollelektrische Peugeot e-Rifter spielt dann seine Stärken so richtig aus.

Warum das so ist? Ganz einfach: Extreme Kälte oder Hitze mag die Batterie nicht. Außerdem wird dann der energieintensive Einsatz von Heizung oder Klimatisierung notwendig – im Frühling kann man sich das meistens sparen und erntet dafür ordentlich Reichweite.

Peugeot treibt die Elektrifizierung seiner Modellpalette heftig voran. Auch den Rifter hat´s kürzlich erwischt. Seit Herbst letzten Jahres wird der Microvan in zwei Längen und mit bis zu sieben Sitzen nur mehr mit der im PSA-Konzern verwendeten Antriebskombination aus 136 PS starkem Elektromotor und 50 kWh-Batterie angeboten. Was wir für ausgesprochen mutig halten, werden doch dieserart Fahrzeuge gerne auch für längere (Urlaubs-) Fahrten und somit mit Dieselmotor geordert.

Auf den ersten Blick erkennt man den e-Rifter nur am Schriftzug und dem grünen Kennzeichen in Österreich.

Ansonsten ist er ganz der Alte geblieben, was Optik, Praktikabilität und Fahrverhalten betrifft. Auf einen geschlossenen Kühlergrill oder ähnliche E-Mobilitätsoptik wird verzichtet, was wir gut finden, ist doch der Rifter ein hübsches, wenn nicht sogar das fescheste Auto seiner Klasse. Vor allem in der getesteten GT-Variante glänzt der Family-Van mit sportlichem Anstrich und guter Ausstattung. Warum soll auch ein derartiges Auto auf schöne große Alufelgen und einen kleinen Dachkantenspoiler verzichten.

Auch die Praktikabilität, sprich das Platzangebot und die Belad- und Bedienbarkeit des Franzosen blieben unangetastet. Die Kastenform des Hecks schreit nach Ladung und eine Vielzahl an Ablagen wollen erst einmal befüllt werden.

Die Bedienbarkeit ist Peugeot-typisch top, sprich kleines Lenkrad und darüber das digitale, individuell konfigurierbare Kombiinstrument. Eine praktische Mischung aus Touchscreen- und Tastenbedienung sorgt für friktionsfreie Usability.

Sieht man vom Wegfall des Verbrennungsgeräusches ab, so ist auch das Fahrgefühl weitgehend gleich geblieben. Der E-Motor befördert den Rifter anständig vorwärts – in der City wird man wohl kaum den POWER-Mode brauchen, der die vollen 100 kW zur Verfügung stellt. Den wählt man dann bei Vollbeladung oder wenn man´s mal etwas eiliger hat. Für den Alltag reicht NORMAL oder sogar ECO völlig aus.

Die WLTP-Reichweite des e-Rifter gibt Peugeot mit bis zu 280 Kilometern an. Die oben angesprochene Übergangszeit mit Idealtemperaturen von um die 15 Grad Celsius ermöglichten uns eine ordentliche Testreichweite von rund 240 Kilometern. Gefahren sind wir dabei sowohl im urbanen Bereich als auch (pomale) auf der Autobahn.

Serienmäßig ist ein 11-kW-Ladegerät an Bord, mit dem die Batterie in knapp fünf Stunden an der heimischen Wallbox aufgeladen werden kann. An einer öffentlichen Schnellladestation sollte der Akku mit 100 kWh Ladeleistung nach einer halben Stunde zu 80 Prozent gefüllt sein.

Insgesamt ist der Peugeot e-Rifter sowohl als Familiengefährt als auch als Transporter für ambitionierte Hobbysportler, die Wert auf Elektromobilität legen, eine sehr gute Wahl. Der Peugeot e-Rifter GT steht ab EUR 43.350,- beim Händler.

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