Suzuki bedient sich nach dem Swace nochmal im Toyota Regal und modelt den RAV4 zum Across um.

Dabei verlässt Suzuki die bisherigen Pfade – nämlich das Geschäft mit Kleinwagen und ebenso kleinen aber durchaus fähigen Offroad-Fahrzeugen. Der Suzuki Across ist ein echtes Livestyle SUV geworden – optisch wie auch technisch. Und auch seine Abmessungen sind durchaus stattlich ausgefallen.

Der Across ist mit 4,64 Meter Länge das bislang größte Fahrzeug der Marke.

Das Grundlayout – wie zum Beispiel der Radstand oder das Kofferaumvolumen von 490 Litern – des Genspenders RAV4 blieb zwar weitgehend bestehen, dennoch wirkt der Auftritt des Suzuki Across relativ eigenständig. Vor allem die Front mit ihren schmalen LED-Scheinwerfern, dem Suzuki-Logo und dem prägnanten Kühlergrill wirkt extrem bullig. Seitlich und beim Heck gibt´s wiederum nur wenige Unterschiede zum Toyota – kein Fehler, auch der RAV4 ist ein fesches SUV.

Auch technisch spielt der Suzuki Across im Verein der modernen SUV voll mit.

Er verfügt sowohl über einen trendigen Plug-in-Hybrid Antrieb, als auch über ein elektronisches Allradsystem. Das Antriebssystem des Suzuki Across setzt sich aus je einem Elektromotor an jeder Achse, sowie einem 2,5-Liter-Benzinmotor zusammen. Dieser leistet 185 PS, sein Drehmoment von 227 Newtonmeter liegt bei 3.200 Umdrehungen an. Darunter sorgen die Elektromotoren (vorne 182 PS / hinten 54 PS) für feine Durchzugswerte. Insgesamt sorgt der Antrieb für eine Systemleistung von 306 PS, die dem Suzuki auch ordentlich Beine macht: In flotten 6,2 Sekunden geht´s auf Hundert.

Geschaltet wird übrigens per E-CVT Getriebe – dies funktioniert in jeder Situation perfekt – keine Spur von aufheulendem Motor oder Gummibandeffekt. Die zusätzliche Elektropower stopft alle systembedingten Löcher perfekt. Im Fahrbetrieb glänzt der Suzuki mit bärenstarkem Durchzug und feiner Akustik. Dies liegt auch daran, weil sich die Elektromotoren bei vielen Gelegenheiten in den Vordergrund spielen und oft die Hauptarbeit übernehmen.

Wer möchte, kann den Suzuki Across auch rein elektrisch bewegen. Die Reichweite gibt Suzuki mit stattlichen 75 Kilometern an. Und tatsächlich ist es so, dass sich die Nadel der Batterieanzeige im rein elektrischen Modus nur langsam nach unten bewegt. Wir haben im Test fast 70 Kilometer geschafft – ein toller Wert!

Wer den Suzuki zuhause immer ansteckt, sollte somit auch die Hersteller-Verbrauchsangabe von einem Liter pro hundert Kilometer erreichen. Im Test schafften wir unter realistischen Umständen einen Durchschnittsverbrauch von rund 5,5 Liter auf hundert Kilometern. Angesichts der gebotenen Leistung ein toller Wert.

Auch das Interieur des Suzuki Across hat uns sehr gut gefallen. Die Verarbeitung ist wie von Suzuki gewohnt sehr gut und auch die im Cockpit verwendeten Materialen sind haptisch angenehm, weil oft unterschäumt und dementsprechend weich anzugreifen. Sehr griffig zu bedienen sind die großformatigen Drehknöpfe für die Klimatisierung. Ebenso wenig Kritik gibt es bei der Bedienbarkeit der zahlreichen Funktionen zu vermelden – alles logisch und selbsterklärend im Suzuki Across.

Fazit

Suzuki macht es einem leicht, den Across zu kaufen – es gibt ihn nur in einer Variante. Nämlich als Plug-in-Hybrid mit Allrad, Automatik und in Vollausstattung. Farbe aussuchen reicht und man erhält ein Auto, welches nicht an jeder Ecke rumsteht und fahrdynamisch sowie von den Effizienzwerten und der Qualität voll überzeugt. Der Spaß kostet EUR 57.990,-. Wir finden ein höchst faires Angebot.

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