Seit 1999 hat Suzuki den Burgman im Programm – er war damals der Vorreiter einer Reihe von Großrollern, die seither vor allem bei Pendlern hoch im Kurs stehen.

Heuer wurde der Suzuki Burgman 400 wieder einmal kräftig überarbeitet. Mit seinen 30 PS und immerhin 35,2 Newtonmeter Drehmoment bei 4.900 Umdrehungen mischt der Roller auf der täglichen Fahrt in die Arbeit ganz vorne mit.

Grundsätzlich entspricht der Burgman 400 dem Bild eines modernen Großrollers “Made in Japan”. Sein Design ist schnittig gezeichnet – die Verarbeitung tadellos und auch in Sachen Usability gibt es gutes zu vermelden.

Wer auf ein Topcase verzichten möchte, dem sei der Suzuki Burgman 400 ans Herz gelegt. Der Roller hat bereits 42 Liter Stauraum.

Als Fahrzeug für urbane Mobilität im Pendlereinsatz bietet der Burgman ein riesiges Staufach unter dem Sitz für zwei Helme und zwei vordere Staufächer im Beinschild, die sogar für Getränkeflaschen groß genug sind. Dort finden aber auch notwendige Utensilien wie Handschuhe, Schlüssel und das Mobiltelefon seinen Platz.

Trotz seines spacigen Auftretens (das matte Blau ist der Hammer!), verströmt der Suzuki Burgman 400 sympathisches Oldschool-Flair: Hinter dem leider nicht höhenverstellbaren Windschild finden sich zwei analoge Anzeigen für Tempo und Drehzahl – dazwischen liegt ein monochromes Infodisplay. Alles toll ablesbar – so wie früher halt – dafür darf man aber auch nicht auf übertriebenes Infotainment Wert legen. Aber was soll´s – im harten Pendler-Einsatz werden wohl die analogen Anzeigen länger brav ihren Dienst versehen als ihre digitalen und somit empfindlicheren Kollegen.

Ein kurzer Druck aufs Knöpferl weckt den Einzylinder. Schon beim Wegfahren wirkt der Burgman leichtfüßig und agil. Man sitzt auch angenehm tief und zentral im Fahrzeug. Beschleunigt wird mit Nachdruck – auch der Sound aus dem voluminösen Auspuff spielt da voll mit – er klingt bassig und sonor.

Kurven werden souverän genommen – der lange Radstand und die relativ großen Räder sorgen für stabile Fahrverhältnisse. Auch höheres Tempo ist kein Problem, man hat immer irgendwie das Gefühl, dass der Suzuki Burgman mehr als die angegebenen 135 km/h schaffen würde. Autobahn ist also kein Problem. Wir hätten uns halt über ein höhenverstellbares Windschild gefreut – das würde auch längere schnelle Strecken, vor allem bei Schlechtwetter etwas erleichtern.

Auch wenn´s um´s Verzögern geht, lässt sich der Suzuki Burgman 400 nicht lumpen. ABS und großformatige Scheibenbremsen sorgen für sichere Bremsmanöver. Wird es fahrbahntechnisch schlüpfrig sorgt die serienmäßige Traktionskontrolle für Sicherheit.

Aber auch im Innenstadtgedrängel macht der Burgman eine gute Figur. Er ist noch immer leicht und schmal genug um sich im Stau vorschlängeln zu können. Steht man dann in der ersten Reihe hat sowieso kaum jemand eine Chance den Roller auszubeschleunigen.

Unser Fazit
Der Suzuki Burgman 400 gehört nicht umsonst zu den Instanzen im Bereich der Großroller. Er ist über die Jahre gereift und stetig weiter entwickelt worden – ohne jedoch seinen Fahrer mit überbordender Infotainment-Elektronik zu plagen. Draufsetzen, Knopferl drücken und losbrausen – mehr brauchts nicht. Ab fairen EUR 8.290,- beim Suzuki-Händler.

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