VW spielt weiter auf der SUV-Klaviatur und bietet auf Basis des T-Cross (der wiederum auf dem Polo basiert) den Taigo als deutlich peppigere Variante an. 

Nicht, dass der VW T-Cross langweilig wäre, aber der Taigo ist eindeutig das auffälligere Auto, welches insbesondere in der R-Line Variante kaum optische Wünsche offen lässt. Das Fahrzeug ist deutlich gewachsen und platziert sich genau zwischen T-Cross und T-Roc. In seinem Segment tritt der Taigo direkt gegen Kapazunder, wie den Ford Puma an.

Das Interieur wurde 1:1 vom T-Cross übernommen, ist also auf dem VW-üblichen Niveau, sprich es kommen gut verarbeitete, relativ hochwertig wirkende Materialien zum Einsatz. Dass auch teilweise karges Hartplastik dabei ist, ist in dieser Fahrzeugklasse nicht unüblich. Der Testwagen fuhr mit dem virtuellen Cockpit sowie den mittlerweile bei VW üblichen Slider-Reglern für die Einstellung der Klimaanlage vor.

Man kann aus drei Ansichten im Kombiinstrument wählen, in der Regel spielt man das einmal durch und bleibt dann bei seiner Lieblingsansicht dauerhaft hängen. Das Multifunktionslenkrad beherbergt 14 echte Tasten – wenigstens verzichtet VW beim Taigo auf die unseligen, weil schlecht bedienbaren Slider am Lenkrad. Es lebt sich gut im VW Taigo – vor allem in der ersten Reihe ist er überraschend geräumig und auch der Kofferraum ist mit seinem Volumen von 440 bis 1220 Litern gut bemessen.

Der Fond ist klarerweise zwar etwas beengter, aber es bleibt auch hier ausreichend Platz für Knie und Kopf. Es kommt eigentlich nie das Gefühl auf, in einem Kleinwagen zu sitzen.

Als R-Line ist der VW Taigo durchaus dynamisch angehaucht. Die Sitze bieten guten Halt, auch das Fahrwerk präsentiert sich sportlich-straff aber nicht unkomfortabel. Der kleine 1-Liter Dreizylinder-Turbo passt recht gut ins Programm, er sprudelt munter hoch, liefert schon bald recht guten Durchzug (200 Newtonmeter Drehmoment ab 2.000 Umdrehungen) und bleibt akustisch weitgehend im Hintergrund. Gekoppelt war der Motor in unserem Fall an ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, welches über jeden Zweifel erhaben ist, also immer den passenden Gang schnell und ruckfrei zur Verfügung stellt.

Kurzum, der VW Taigo macht auch mit dem kleinen Motor jede Menge Spaß. Dieser Spaß hört auch beim Verbrauch nicht auf – im Test kamen wir auf einen Schnitt von rund 6,3 Litern pro hundert Kilometer.

Fazit
Wer beim VW Taigo einfach nur einen T-Cross mit anderer Dachlinie erwartet, wird angenehm enttäuscht. VW ist es gelungen, ein eigenständiges, als R-Line auch relativ dynamisches SUV auf die Räder zu stellen, welches auch als Erstwagen für junge Familien gute Dienste leisten wird.

Daten Fakten VW Taigo R-Line 1.0 TSI DSG
Motor: Dreizylinder Turbo-Benziner
Hubraum: 999 ccm
Leistung: 110 PDrehmoment: 200 Nm ab 2.000 U/min
Vmax: 191 km/h
0-100 km/h: 10,9 Sekunden
Testverbrauch: 6,3 Liter / 100 km
Preis: ab 31.762 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like

Lichtgestalt

Der DS 9 hat es als Limousine am Markt nicht leicht – die allgegenwärtigen SUV graben diesen eleganten Geschöpfen das Wasser ab.

VW T-Roc & Taigo Fahrtag

Testtag bei VW in Langenlebarn. Auto gut, Essen gut, alles gut!

C3 jetzt noch crosser

Nach vier Jahren hat Citroen den C3 Aircross unters Messer gelegt und einem Facelift unterzogen. Vor allem an der Frontpartie hat sich viel getan – hier regiert jetzt die gekonnte Kante.

Premium ist keine Frage der Größe

Wie bei DS üblich ist auch der DS 3 Crossback ein unverwechselbares Auto – das liegt auch am eigenständigen Karosseriedesign, welches man in dieser Art sicher noch nirgendwo anders gesehen hat