Kennt jemand von euch ein Serien-SUV, welches man stundenlang auf der Rennstrecke prügeln darf und welches dann nicht irgendwann in tausend Teile zerbröselt? Gibt´s nicht viele. Cupra hätte da was im Programm.

Wir waren bei den Cupra Performancedays dabei und haben´s ausprobiert. Mit dem Cupra Formentor und den stärkeren Varianten des Cupra Leon sowie Ateca ging´s im forciertem Tempo rund um den Red Bull Ring. Und überlebt haben das alle drei Modelle ohne Schäden – sieht man von verstärktem Reifenverschleiß ab.

Herausragend war da klarerweise das aktuelle Safetycar der DTM, der Cupra Formentor VZ5 welches wir als Serienvariante mit dem sensationellen 390 PS starken 2,5-Liter Sportmotor, Allradantrieb und DSG-Getriebe ordentlich hernehmen durften.

Dieses Fahrzeug lässt sich in einer Art und Weise um den Ring prügeln, dass einem die Tränen der Ergriffenheit kommen. Möglich macht das eben dieser bärenstarke wie drehfreudige Motor aus dem Audi-Regal, renntaugliche Bremsen, das dazu passende Fahrwerk und eine überaus präzise Lenkung.

In diesem Setting lässt sich der VZ5 mit einer sagenhaften Präzision am Limit bewegen, da wackelt nix auch wenn es sich dabei um ein etwas höher gestelltes SUV handelt. Dies alles wird begleitet vom typischen, leicht dreckig tönenden Fünfzylinder-Sound aus den beiden Doppelrohren am Heck. Einfach geil!

Auch die „zivileren“ Cupra Modelle mit ihren 300 PS starken Plug-in-Hybrid Antrieben haben ihre Sache gut gemacht, wenngleich man im direkten Vergleich mit dem VZ5 die komfortablere Abstimmung deutlich spürt. Dennoch, ringtauglich waren auch sie. Dass auch ein Elektroauto Spaß machen darf, bewies der Cupra Born Performance übrigens wild driftend im Infield des Red Bull Rings.

Das Team rund um Cupra/Seat Markenleiter Timo Sommerauer und Pressesprecher Matthias Weiskopf weiß also, was sie ihren Fahrzeugen zutrauen kann. Überhaupt hat sich die junge Marke Cupra seit ihrem Bestehen perfekt entwickelt. Geschickt wird der Spagat zwischen Performance und Premium gehalten, wobei es eindeutig Richtung Performance geht. Da darf man dann im Konzern ruhig auch hin und wieder ein wenig anecken.

Die Zukunft von Cupra bleibt spannend. Kommendes Jahr erwarten wir zwei Zugänge: Den verbrennenden SUV Terramar sowie den Tavascan, ein vollelektrisches SUV Coupé, welches Cupra auch zum Event mitgebracht hat. Weiter geht´s dann 2025 deutlich kleinformatiger mit dem ebenfalls vollelektrischen UrbanRebel.

Wer weniger Leistung sucht greift einfach zu einem Seat. Da bekommt man Autos unter 150 PS mit ebenso feschem Design, halt familienfreundlicher und weniger brachial aufbereitet. Die vielen Gerüchte um das Ableben von Seat haben sind übrigens als falsch erwiesen – Seat geht´s gut und die Marke bleibt voll im Rennen. Ebenfalls forciert wird die Marke MÓ, welche der urbanen Elektromobilität ein- und später auch zweispurig nachgeht. Wir berichteten bereits über den MÓ 125 Performance e-Scooter im Fahrbericht.

Wer aufregende Autos sucht, ist bei Cupra an der richtigen Stelle.

Das aufkeimende chinesische Engagement macht das Automobilangebot zwar umfangreicher und bunter, leider gehen dabei aber oft auch die Emotionen flöten. Cupra steuert da klar dagegen. Danke dafür!

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