Mit dem Mokka hat Opel designtechnisch ins Schwarze getroffen. Auch nach fast drei Jahren wirkt das Kompakt-SUV jugendlich und frisch.

Seinen Vorgänger hat man längst verdrängt. Mit dem Opel-Vizor, einer Hommage an das Gesicht des Manta A, sowie auf Wunsch in peppiger Farbgebung mit – in unserem Fall roten – Kontraststreifen und wie bei unserer sportlichen GS-Version hübschen, großen Rädern, spielt sich der Mokka in die Herzen seiner oft jungen Fans.

Dass der Stellantis Konzern maßgeblich seine Finger bei der Entwicklung des Mokka im Spiel hatte, ist unübersehbar. Gerade beim Innenraum finden sich zahlreiche Elemente der Franzosen. Herausragend sind die beiden, miteinander „verwachsenen“ Bildschirme, über welche sich das Auto rätselfrei und gut übersichtlich bedienen lässt. Die Haptik und Verarbeitung ist hervorragend, das Lenkrad, der Schalthebel sowie die markentypisch perfekten Sitze strahlen dabei klar Opel-Look aus. 

Beim Antriebsportfolio bietet Opel das volle Programm. Motto: Für jeden Zweck der passende Mokka – egal ob elektrisch, Benziner oder Diesel.

In unserem Fall werkt unter der Haube ein 1,5-Liter großer Turbodiesel. Der Vierzylinder ist für einen Diesel sehr laufruhig, ab 1700 Umdrehungen liefert die kleine 110 PS starke Maschine dank früh anliegender 250 Newtonmetern Drehmoment ordentlichen Vortrieb. Dass das Leergewicht keine 1300 Kilogramm ausmacht, trägt zum munteren Charakter des Mokka Diesel bei.

In 10,8 Sekunden wird der Hunderter geknackt und dank 190 km/h Höchstgeschwindigkeit verhungert man auch auf der deutschen Autobahn nicht. Gekrönt wird der runde Auftritt dieser Motorisierung mit tollen Durchschnittsverbräuchen – wir erreichten einen Testschnitt von 5,2 Litern Diesel pro hundert Kilometer.

Der Turbodiesel arbeitet dabei stets angenehm leise. Das charakteristische Dieselnageln verkneift er sich selbst beim Kaltstart weitgehend. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich präzise schalten – wobei der etwas zu lang geratene Hebel die Schaltwege künstlich verlängert. Die Lenkung ist relativ leichtgängig und mäßig direkt ausgelegt, sie passt zum komfortbetonten Fahrwerk des Mokka. Insgesamt zeigt der kleine Opel ein gutmütiges und sanftes Fahrverhalten. Komfortliebhaber sind mit dem Mokka also bestens beraten, dazu tragen auch das niedrige Geräuschniveau und die markentypisch sehr bequemen Sitze bei. Für Langstreckenfahrten ist der Opel Mokka Diesel also vollumfänglich zu empfehlen. Am besten reist man mit dem Opel Mokka zu zweit. Sein Kofferraum schluckt 350 Liter – beim Reisegepäck muss man da schon etwas sparen.

Übrigens, wir empfehlen ein Kreuzerl beim Punkt „Rückfahrkamera“ beim Konfigurieren. Während der Blick nach vorne über die mittige Bügelfalte der Motorhaube perfekt ist, ist die Übersicht im Heckbereich eher dürftig, die Kamera sowie sensible Parksensoren beseitigen dieses Manko wirkungsvoll. Sehr gut funktionieren übrigens die Assistenzsysteme im Mokka, wie etwa der Abstandstempomat, damit werden lange Autobahnetappen um einiges entspannter.


Mit dem Mokka hat Opel ein jugendlich-frisches Auto im Portfolio. Sein knackiges Design (wir empfehlen die sportliche GS-Ausstattung) wirkt auch nach drei Jahren am Markt noch frisch. Auch wenn derzeit alles in Richtung Elektrifizierung läuft, kann man den 1,5 Liter Diesel als Motorisierung durch die Bank empfehlen, er kommt mit dem niedrigen Gewicht des Mokka gut zurecht und bietet gute Fahrleistungen bei perfekter Effizienz. 

Daten Fakten Opel Mokka 1.5 Diesel GS
Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Hubraum: 1499 ccm
Leistung: 110 PS 
Drehmoment: 250 Nm bei 1750 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
0 – 100 km/h: 10,8 Sek.
Testverbrauch: 5,2 Liter Diesel / 100 km
Preis: EUR 31.679,00

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