Nissan Qashqai

Dank aufwändiger Antriebstechnik wird das SUV zu einem echten Sparefroh.

Die dritte Generation des Nissan Qashqai ist ja redaktionsintern keine Unbekannte – auf die schon getestete Mildhybrid-Version folgte jetzt die e-Power-Variante für einen Fahrbericht. Dank dieser Technologie gewinnt das SUV vor allem innerstädtisch, zeigt sich noch reaktionsfreudiger, leiser und effizienter. Die Stromerzeugung übernimmt dabei der Benzinmotor.

Der Innenraum wirkt frisch und aufgeräumt. An Ablagen mangelt es nicht, das Raumangebot des SUV ist auf allen Plätzen ordentlich, sowohl die Kopf- als auch die Kniefreiheit der Fondpassagiere passen. Der Kofferraum fasst mindestens 479 Liter und ist bei Bedarf auf 1.415 Liter erweiterbar. Ein kleines Hindernis beim Befüllen stellt die mit 77 Zentimeter relativ hohe Ladekante dar. 

Nissan Qashqai

Sehr gut hat uns das Bedienkonzept des Qashqai gefallen. Anstatt der üblichen Slider und Schaltflächen darf man ganz konventionelle Drehregler und Tasten bedienen, die all jenen, die ihren Wagen einfach und vor allem sicher während der Fahrt bedienen wollen, das Leben bedeutend leichter machen.

Nissan Qashqai

Dazu passen die entspannenden Fahreigenschaften des Nissan. Seine Straßenlage ist recht angenehm. Die Federungsabstimmung ist gelungen, schlechte Straßen werden ordentlich weggefiltert. Lob gebührt auch der direkten Lenkung mit ihren angenehmen Rückmeldungen, die fein und präzise anspricht. Auch die Bremse spielt gut mit, sie spricht feinfühlig an und lässt sich punktgenau dosieren.

Nissan Qashqai

Der Dreizylindermotor mit seinen 158 PS arbeitet hörbar und dreht auch hin und wieder hoch, je nach dem, wieviel Leistung die Elektromaschine an der Vorderachse benötigt um deren Strombedarf zu befriedigen. Am Angenehmsten fährt man mit dem Nissan im gemütlichen Modus – dann harmoniert die e-POWER Technik am besten. Natürlich könnte man den Qashqai auch forcierter bewegen, dann schafft er den Standardsprint von 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden. Tut man aber in der Regel aus oben genannten Gründen nicht.

Nissan Qashqai

Um immer im effizientesten Betriebszustand arbeiten zu können, hat der Fünfzehnhunderter-Benziner einen variablen Hubraum, der über flexiblen Kolbenhub funktioniert. Bei geringem Leistungsbedarf wird dabei maximale Verdichtung erreicht, bei hoher Last sinkt sie. Die Leistungscharakteristik ähnelt dabei der eines Elektroautos. Nämlich stark im Antritt und sanft gleitend, wenn gewünscht. Dies trägt ebenfalls zur Entspannung am Lenkrad bei. Hilfreich ist dabei die E-Pedal-Einstellung welche den Wagen durch Rekuperation stärker verzögern lässt. Bis zum Stillstand geht das allerdings nicht, für den endgültigen Stopp muss man mit bremsen.

Nissan Qashqai

Die ganze aufwändige Technik hilft vor allem beim Spritsparen. Den Nissan mit der Werksangabe von 5,3 Liter 100 Kilometer weit zu bewegen, ist keine Herausforderung. Wir haben es darauf angelegt und sind mit einem Testschnitt von 3,9 Litern Super über die hundert Kilometer gekommen.

Um das zusätzliche Gewicht des e-Power Systems auszugleichen, wurden Aluminiumtüren, eine ebensolche Motorhaube sowie Aluminiumkotflügel verbaut. Ob deswegen die Türen etwas hohl klingen, wissen wir nicht. Tatsache ist, es “blechelt” ein wenig, wie man so schön bei uns sagt.

Mit seiner tollen Ausstattung, dem hochwertigen Infotainmentsystem, zahlreichen Assistenten und mancherlei anderen Nettigkeiten ist die getestete Tekna+Variante des Nissan Qashqai ein echtes Highlight.

Daten Nissan Qashqai e-Power
Antrieb: Dreizylinder-Turbo-Benziner, E-Motor
Hubraum: 1477–1497 ccm
Systemleistung: 190 PS
Systemdrehmoment: 330 Nm bei 2400 U/min
Vmax: 170 km/h
0 – 100 km/h: 7,9 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 5,3 Liter
Testverbrauch: 3,9 Liter
Preis: ab EUR 44.919,-




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like

Hallo Dienstmann!

Angesichts des guten Preis-Leistungs-Verhältnis und der gebotenen Qualitäten des BYD Dolphin wundert uns die Entscheidung der österreichischen Beschaffungsagentur nicht.

Alte Werte, neu gedacht.

Mercedes sieht den Schlüssel zu großen Reichweiten nicht nur in großen Akkus. Der möglichst effiziente Umgang mit der gespeicherten Energie ist ebenso wichtig.

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Ein Auto ist dann etwas Besonderes, wenn man die Haustüre aufmacht und es stehen wildfremde Leute rundherum und machen Fotos davon. So geschehen beim DS 4.

Peugeots Rezept gegen Stau

Wir haben uns mit dem Tweet 200 und dem Pulsion 125 zwei Scooter aus dem Peugeot Motorroller Programm für einen Test organisiert.