Mit dem Tipo Cross Kombi präsentiert Fiat einen dezent offroadig angehauchten Vertreter im Segment der kompakten Kombis

Kombis sind ja derzeit nicht mehr ganz so beliebt, wie sie schon einmal waren. Dieses Segment wird immer mehr von den allgegenwärtigen SUV abgegrast. Fiat geht jetzt den pragmatischen Weg und „verSUVt“ den Tipo Kombi. Das Ergebnis nennt sich Cross und sieht … eigentlich recht fesch aus.

Der Wagen wurde sanft angehoben (+ 4 cm), steht auf prägnanten Alufelgen und weist die üblichen Insignien eines Sport Utility Vehicles auf – ohne allerdings eines zu sein. Die Kombination aus orangem Lack, schwarzen Elementen im Bereich der Radkästen und einem (Fake-) Unterfahrschutz vorne und hinten sieht wirklich ganz nett aus. Dass man nicht ganz so hoch, wie in einem SUV sitzt, ist zu verschmerzen. Dafür glänzt er mit den Attributen eines höchst praktikablen Kombis – sprich einem weiträumigen gut beladbaren Kofferraum.

Angetrieben wurde unser Testwagen von einem 130 PS starken Benziner mit Mildhybrid-Unterstützung. Gekoppelt ist der Motor an ein DSG-Getriebe. Obwohl Fiat hinten drauf groß „HYBRID“ schreibt, bemerkt man die Elektrounterstützung nur selten. Vor allem beim sachten Wegfahren gehen die ersten Meter elektrisch. Auch beim Rangieren passiert das. Was mehr auffällt ist die teilweise etwas unbeholfen wirkende Zusammenarbeit von Motor, E-Maschine und Getriebe – da kann es im Schubbereich durchaus mal ruckeln, wenn das DSG sich nicht entscheiden kann, welchen Gang es reichen soll.

Laut Fiat soll sich der Mildhybrid-Antrieb positiv auf den Verbrauch auswirken – das stimmt, allerdings hätten wir uns da etwas mehr Sparsamkeit erwartet. Unser Testverbrauch von 7,5 Litern Super auf 100 Kilometer ist zwar ok, aber dafür brauchen andere kein aufwändiges Hybrid-System.

Fahrdynamisch gehört der Tipo zu den Gleitern – die Lenkung arbeitet eher indirekt und das Fahrwerk findet einen guten Kompromiss zwischen Komfort und verhaltener Dynamik. Fiat setzt auf Sicherheit und hat auch eine Reihe von elektronischen Helfern im Tipo verbaut. Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistent sind ebenso an Bord, wie ein Notbremsassistent, der hilft, Kollisionen zu vermeiden und der bei Gefahr sogar bis Tempo 200 km/h eingreifen soll. Ebenfalls im Fiat Tipo vorhanden ist ein Abstandstempomat, ein Fernlichtassistent sowie ein Totwinkel-Warner.

Fazit

Der Fiat Tipo Cross Hybrid Kombi stellt einen netten Kompromiss zwischen SUV und Kombi dar. Die Karosserieanbauteile sehen gut aus und heben den Tipo ein wenig aus der Masse der Kompaktkombis hervor – außerdem sitzt man einen Hauch höher, was ja heutzutage nicht unwichtig ist. Motorisch sehen wir das Ganze eher zwiegespalten – irgendwie glauben wir, dass ein reiner Verbrenner um einiges besser zu diesem Fahrzeug passen würde. Das Hybridsystem bringt irgendwie Unruhe ins Fahrzeug.

Ab EUR 34.090,00

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