Mit dem “A” im Namen gibt sich der EQA als kleinster seiner Reihe zu erkennen. Wobei klein bei diesem Auto nicht allzu wörtlich genommen werden darf.

Optisch ist es Mercedes perfekt gelungen, Stilelemente der größeren EQ-Modelle ins Kompakte zu übertragen. Das Grunddesign übernimmt der Mercedes-Benz EQA aber freilich vom Kompakt-SUV GLA. Das ist aber auch beim größeren EQC nicht anders, der basiert auf dem GLE.

Der EQA zeigt die für Mercedes-EQ typische Frontgestaltung, wie zum Beispiel den Black-Panel-Grill mit Zentralstern.

Weiteres Designmerkmal ist ein horizontaler LED-Streifen, der die beiden Tagfahrleuchten der LED High Performance-Scheinwerfer miteinander verbindet. Dies sorgt für gute Wiedererkennbarkeit bei Tag wie Nacht. EQ typisch auch die blauen Streifen in den Scheinwerfern. Auch die LED-Heckleuchten gehen nahtlos in ein sich verjüngendes Leuchtband über und sorgen auch hinten für Unverwechselbarkeit.

Der EQA 250 ist mit seinen 190 PS recht ordentlich motorisiert – seine Reichweite liegt nach WLTP bei 426 Kilometer. Mercedes-Benz sieht den Schlüssel zu großen Reichweiten aber nicht nur in energiereicheren größeren Batterien, sondern auch – genau wie beim Verbrennungsmotor – in einem effizienteren Umgang mit dem Speicherinhalt durch diverse Optimierungen.

Im Echtbetrieb sind freilich die WLTP-Werte kaum zu erreichen – vor allem im Winter. Dennoch darf sich die Reichweite auch bei niedrigen Temperaturen sehen lassen: Wir schafften gut 300 Kilometer mit einer Akkufüllung.

Ein Schlüssel zu optimaler Reichweite ist dabei ein möglichst geringer Luftwiderstand. Beim EQA fand die Entwicklung der Aerodynamik komplett digital statt – abschließende Windkanalmessungen ergaben dann den hervorragenden cW-Beiwert von 0,28.

Auch beim Laden gibt sich der Mercedes EQA 250 keine Blöße – an entsprechenden Schnellladesäulen sind bis zu 100 kWh Ladeleistung drinnen. Die Ladung von rund zehn auf 80 Prozent sollte in einer guten halben Stunde abgehandelt sein. Damit lässt es sich gut leben. Zuhause hängt der EQA dann ja in der Regel über Nacht an der 11 kWh Wallbox bis der Akku voll ist.

Ebenfalls im Mittelpunkt der Optimierungen des Mercedes-Benz EQA 250 standen die thermischen Prozesse. Die Abwärme des Antriebs wird dank Wärmepumpe zielgerichtet für die Heizung des Passagierraums genutzt. Ebenfalls vorhanden – eine wirkungsvolle Vorklimatisierung.

Was bei der Fahrt im EQA sofort auffällt ist die gediegen niedrige Geräuschkulisse. Um ein hohes Maß an Geräuschkomfort zu erlangen, wurde beim Mercedes-Benz EQA der elektrische Antrieb von Fahrwerk und Karosserie entkoppelt – zahlreiche Dämmmaßnahmen eliminieren zusätzlich die Windgeräusche. Das Ergebnis entspricht genau den hohen Vorstellungen, die man an ein Automobil der Marke Mercedes-Benz hat: Nämlich genussvoll präzises Fahren auf höchstem Niveau.

Dazu passt auch die tolle Ausstattung des EQA 250. Zum Serienumfang zählen unter anderem LED High Performance-Scheinwerfer mit Adaptivem Fernlicht-Assistenten, eine Heckklappe mit elektrischer Betätigung, 18 Zoll große Bereifung mit speziellen strömungsgünstig optimierten Felgen , Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, Komfortsitze, hochauflösende Rückfahrkamera sowie ein Multifunktions-Sportlenkrad in Leder. Ebenfalls serienmäßig an Bord ist das toll bedienbare Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) sowie Navigation.

Fazit:

Wer in Richtung Elektromobilität tendiert und trotzdem bestehende Werte beibehalten möchte, der ist gut beraten, einmal eine Probefahrt mit dem Mercedes EQA 250 zu wagen. Es gibt wenige Automobile, die einen derartig entspannt wieder aussteigen lassen, wie der Mercedes EQA – und dank SUV Bauweise gelingt auch das Einsteigen bequem.

Daten Fakten Mercedes EQA 250

Motor: Asynchron E-Maschine
Drehmoment: 375 Nm
Leistung: 140 kW/190 PS U/min
Vmax: 160 km/h (abgeregelt)
0 auf 100 km/h: 8,9 Sek.
Batterie: Lithiumionenbatterie, 66,5 kWh
WLTP-Reichweite: 426 km
Test-Reichweite: 320 km
DC-Laden (max.): 100 kW
Preis: ab EUR 49.660

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